| Du warst mal Freund. Mein Freund, du gabst mir immer Trost. Du warst mir letzter Halt. Nur merkt´ ich Freund, mit jedem Prost, ich werde nicht sehr alt. Ich hab´ mit dir manchem Problem nichts an Bedeutung beigemessen. Es war für mich ja so bequem rings um mich alles zu vergessen. Und kam der nächsten Morgen dann blieb keine Zeit, dass ich was nüchtern sah. Ich fing von neuem zu vergessen an. Mein Freund, du warst ja immer da. Du hast mir´s Leben leicht gemacht. Das hab´ ich damals gern geglaubt. Verzeih´ mir, wenn mein Leben lacht, von wegen leicht, du hast es nur beraubt. Es war schon spät, da ich erkannt´, - solch Denken hat´s ja nie gegeben - auf welchem Weg ich mich befand. verzeih mir Leben. Es gab an Vergangenem nichts mehr zu Ändern. Nur einen neuen Weg zu finden. Es galt, bevor das Boot würd´ kentern, ein Leben neu zu gründen. Ich hab´ dich Freund nun ganz durchaut. Ich habe dich in jenen Tagen, mir hat´s davor nicht mal gegraut, für immer wohl zum Grab´ gtragen. |
Ein Beispiel im richtigen Augenblick - oder - Man muss nur erkennen. Du hast meinem Leben, ich danke Dir dafür, eine Wende gegeben, Befreiung vom Bier. Ehe Dich zu kennen hab´ich nur eines gekannt, mich Säufer zu nennen und dabei mich glücklich genannt. Zu allen Stunden den ganzen Tag lang hab´ ich nur ihn gefunden, den Wirtshausgang. Meine Werkbank war der Tresen, mein Werkzeug ein Glas Bier. So ist es stets gewesen meist bis früh um vier. Wenn and´re müde schliefen konnt´ ich noch munter sein. Und wenn Fabriksirenen riefen, schlich ich betrunken heim. Ich hab geglaubt zu leben, wie´s schöner kaum sein kann. Genommen, nie gegeben. und nie gedacht, was später dann. Dann hab´ ich Dich getroffen, sah Dich als einen Freund. Du hast mit mir gesoffen, doch bald erkannt´ ich Dich als Feind. Ich sah Dich stockbesoffen, hab mich in Dir erkannt. Fühlte mich betroffen, hab´ Dummkopf mich genannt. Ich hab nun eingesehen, auf Deine Kosten zwar, so kann ein Mensch vergehen, wenn ihm kein Beispiel war. |
Erkenntnis Ich liege betrunken auf meinem Bett. Die Flasche am Boden ist leer. Ich war zu mir selber nicht nett doch nun spüre ich meinen Kummer nicht mehr. Ich habe die Flasche ausgesoffen, habe nicht lange gewählt und habe den Schnaps von Verzweiflung getroffen in mich hinunter gequält. Ich habe sie gesoffen Schluck um Schluck, habe zu vergessen gesucht. Ich habe mit einem Ruck die ganze Menscheit verflucht. Ich habe vergessen zu denken, vergaß meinen Verstand, konnt´ meine Sinne nur auf das Saufen lenken, weil dadurch mein Grübeln verschwand. Ich habe die Menschen plötzlich gehaßt, hab´ sie als Schweine geseh´n, meine Moral war verblaßt, meinen Anstand sah ich vergeh´n. Ich habe in diesen Stunden die Welt aus anderen Augen geseh´n, habe an ihr nichts mehr Gutes gefunden, ich sah sie vergeh´n. Am Morgen danach bin ich erwacht, habe mich fürchterlich geschämt. Ich habe mit Grauen zurückgedacht, die Erinnerung hat mein Herz fast gelähmt. Ich habe erkannt, mit weinendem Gesicht auch wenn die Probleme nicht gebannt, s a u f e n hilft Dir n i c h t. | ||

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